IoT-basierte Geschäftsmodelle #1

[Serie] #1 Am Anfang die Idee:

IoT-basierte Geschäftsmodelle spielen eine große Rolle. dataformers begleitet mittelständische bis große Unternehmen in ihrer Digitalisierung – immer als Softwareentwicklungspartner, häufig auch beratend. Meistens geht dies mit einer Digitalisierung der Geschäftsmodelle einher.

Produkte werden smart, Anlagen vernetzt, Daten wertvoll. Aus Maschinenherstellern werden über Nacht Serviceanbieter, aus Anlagenbauern plötzlich Daten-Broker. Fast immer ist das Internet der Dinge (IoT) der entscheidende „Enabler“ (also „Ermöglicher“) dafür.

In unseren IoT-Projekten haben wir gelernt, dass es Sinn macht, sich dem Thema „Internet of Things“ strukturiert, interdisziplinär und aus Strategiesicht zu nähern – das bedeutet, schon frühzeitig auf Ebene eines IoT-basierten Geschäftsmodells.

Wir haben festgestellt, dass sich die Geschäftsmodell-Entwicklung von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Skalierung grob in 4 Phasen unterteilen lässt. Für jede dieser Phasen gibt es ein Set an hilfreichen Methoden. Einige dieser Phasen, die wir selbst einsetzten, stellen wir in dieser 4-teiligen Serie kurz vor. Am Ende finden Sie die jeweiligen Quellen und weiterführenden Links.1.1 Eine verzerrte Wahrnehmung

#1 Inspire / Ideate: Am Anfang die Idee für IoT-basierte Geschäftsmodelle

55 Business Model Patterns

Forscher:innen der Universität St. Gallen glauben erkannt zu haben, dass sich alle erfolgreichen Geschäftsmodelle auf nur 55 „Patterns“ herunterbrechen lassen: Da wäre etwa das „Razor and Blade“-Modell, bei dem Rasierer in der Anschaffung zwar zunächst billig sind. Hohe, regelmäßige Umsätze (Revenue Streams) werden allerdings danach mit verhältnismäßig teuren Ersatzklingen erzielt. Und wer fühlt sich da nicht an einen erfolgreichen Hersteller von Espressokapseln erinnert?

Was könnte Ihr Geschäftsmodell der Zukunft sein? Lieber „Long Tail“ oder doch „No Frills“? „Trash to Cash“ oder „Ultimate Luxury“? Ob vollständig oder nicht: Die „55 Business Model Patterns“ garantieren interessante Denkanstöße für die Inspirationsphase.

55+2 digitale Geschäftsmodelle?

In Erweiterung der ursprünglichen Theorie wird das Internet of Things bereits für das Entstehen von mindestens zwei weiteren (also 55+2) Geschäftsmodell-Mustern verantwortlich gemacht:

55+2 digitale Geschäftsmodelle

Hätten Sie erwartet, dass sich beide Modelle bereits unter unseren IoT-Referenzprojekten mit dataformers-Kunden nachweisen lassen? Ein starkes Argument für „Mehrwert durch Technologie“! Und vielleicht eines dafür, doch nicht nur in (55) bestehenden Mustern zu denken...

Blue Ocean Strategy

Stellen Sie sich vor, Sie könnten Ihren Kunden einen zuvor nicht gekannten Kundennutzen anbieten - ein überlegenes Produkt, eine neuartige Dienstleistung? „Neu“ nicht nur für Ihre Kunden, sondern überraschend auch für Ihre Mitbewerber, die Sie damit weit hinter sich lassen? Vor Ihnen läge ein völlig neuer Markt, den Sie nun - nach Ihren eigenen Spielregeln, ohne Konkurrenten - bearbeiten könnten.

Genau darum geht es bei der „Blue Ocean Strategy“: Segeln Sie hinaus in tiefblaue, unentdeckte Gewässer und lassen Sie den „Red Ocean“ hinter sich – das sind die Haifischgewässer, die sich von ruinösen Preisschlachten rund um austauschbare Produkte bereits rot färben.

Der „Blue Ocean“ funktioniert vor allem als eindringliche Metapher und wird deshalb gerne zu Beginn der Ideengenerierung „besegelt“.

Blue Ocean Strategy

5 Layers of IoT

Deutlich weniger metaphorisch sind die „5 Layers of IoT“, also ein einfaches 5- Schichten-Modell, das auch als Pyramide dargestellt werden könnte:

5 Layers of IoT

Das Schichtenmodell eignet sich gut, um (unabhängig von technischen Vorkenntnissen) die Herausforderungen von IoT in einem Workshop anfänglich zu strukturieren. Zum Beispiel kann es in Firma X bereits sehr konkrete Vorstellungen über die „Things“ geben, also den physischen, lokalen Layer 1, der in Form von bestehender Hardware vielleicht bereits vorhanden ist. In Firma Y hingegen werden zuerst mögliche digitale Services (Layer 5) entworfen und diskutiert. In beiden Fällen sollten jedoch alle „5 Layers of IoT“ einmal proaktiv durchgedacht werden. Das liefert wertvolle Anhaltspunkte für spätere IoT-Infrastrukturen, von Edge Devices über Connectivity bis zur Datenanalyse.

So weit gehen wir im ersten Teil dieser Serie aber noch nicht. Teil 2 („Design“) erscheint in einer Woche!

Hier geht's weiter

In der Serie über IoT-basierte Geschäftsmodelle weiterlesen:

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Quellen

Fleisch / Weinberger /Wortmann (2014): Bosch IoT Lab White Paper

Chan / Mauborgne (2005): Blue Ocean Strategy

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