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Banner IoT: 2# Design

IoT-basierte Geschäftsmodelle #2

Von der Idee bis zur Skalierung.
[Serie] #2 Design und Konzept

In IoT-Projekten mit unseren Kunden haben wir gelernt, uns dem Thema „Internet of Things“ strukturiert, interdisziplinär und schon frühzeitig ganzheitlich im Sinne eines IoT-basierten Geschäftsmodells zu nähern.

Meistens lassen sich dabei grob 4 Phasen unterteilen - von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Skalierung. Für jede dieser Phasen gibt es Tools und Methoden, die wir selbst einsetzen und in dieser 4-teilligen Serie kurz vorstellen. Am Ende finden Sie wieder die jeweiligen Quellen und weiterführenden Links.

#2 Design: Von der Idee zum Konzept.

Customer Journey

Gerade in einem komplexen Szenario, wie die Bereitstellung von IoT-basierten Services und vernetzten Produkten eines sein kann, ist das Nachvollziehen der vollständigen Customer Journey sehr aufschlussreich: Wie wird der Kunde auf die Services oder Produkte aufmerksam, wie bezieht und konsumiert er sie? An welchen Punkten gibt es Berührungspunkte (Customer Touch Points) mit dem Hersteller, Anbieter oder Partnern? Und wie wirkt sich der Produktlebenszyklus darauf aus? Die frühe, ganzheitliche Planung der Customer Journey hilft dabei, dem Kunden ein optimales und schlüssiges Nutzererlebnis (User Experience) zu bieten.

Stakeholder Map

Eine gute Stakeholder Map beantwortet folgende Fragen: Werden für die Bereitstellung des Produkts oder Services weitere Partner benötigt, etwa für Vertrieb und Service? Und welchen Nutzen ziehen diese aus der Partnerschaft? Welche Stakeholder gibt es also außer dem Kunden und dem Hersteller/Anbieter noch? Oft sind das überraschend viele: Dazu können etwa auch die Öffentlichkeit und diverse, regional unterschiedliche Regulatoren gehören – etwa im Bereich Umwelt- oder Datenschutz. Im Kontext des Internet der Dinge entsteht so ein komplexes IoT-Ökosystem, für das es ein gut vorbereitetes Management braucht.



Idealerweise sollten Customer Journey und Stakeholder Map miteinander nun ein stimmiges Gesamtbild ergeben.

Auf dieser Basis bietet sich mitunter eine Kernkompetenzanalyse an: Was will ich unbedingt selbst machen? Was kann ich selbst eventuell nicht? Was keine ausgesprochene Kernkompetenz der eigenen Organisation ist, kann potenziell ausgelagert werden. Denn normalerweise gibt es erfahrene Spezialisten dafür (etwa für Softwareentwicklung…).

Business Model Canvas

Innerhalb weniger Jahre zum „Klassiker“ gereift (und im Zuge dessen vielfach kopiert und weiterentwickelt) ist der Business Model Canvas von Osterwalder. Auf einer „Leinwand“ werden alle Bestandteile eines Geschäftsmodells überblicksartig erfasst. Durch die vorgegebenen 9 Felder soll sichergestellt werden, dass kein Teil des Modells übersehen wird.



Es existieren auch bereits Schattierungen davon, etwa der „Lean Canvas“ oder der „AI Business Model Canvas“ speziell für Geschäftsmodelle, die durch künstliche Intelligenz getrieben sind.

St. Galler „Magic Triangle“

Wenn an diesem Dreieck etwas „magisch“ ist, dann seine bestechende Einfachheit. Es nähert sich einem neuen Geschäftsmodell mit folgenden Fragen:

Welches Wertversprechen (Value Proposition) bieten wir an? Wie - mit welcher Wertschöpfungskette (Value Chain) erzeugen wir dieses Wertversprechen? Und wie generieren wir damit Umsatzströme (Revenue Stream)? In der Mitte des Dreiecks steht – natürlich – das „Wer?“: Unser Zielkunde bzw. unsere Zielgruppe. Das Magic Triangle fasst somit einige wichtige Aspekte anderer Methoden verkürzt zusammen.

Fazit

Die hier skizzierten, sehr einfachen Methoden und Tools lassen sich gut in Workshops einsetzen. Sie haben ihren Nutzen dabei, Geschäftsmodelle ganzheitlich greifbar zu machen und die in ihnen liegenden Herausforderungen an die eigene Organisation (etwa in Form der Stakeholder Map) frühzeitig aufzuzeigen.

Auf dieser Basis kann bereits damit begonnen werden, einfache Business Cases (insbesondere benötigte Investitionen, laufende Kosten und erwartete Einnahmen) durchzurechnen. Es empfiehlt sich dabei die Anwendung von Szenariotechniken (etwa Best- und Worst-Cases), um für Eventualitäten vorbereitet zu sein. Dies gilt ganz besonders für ein so chancen- wie risikoreiches Feld wie das Internet der Dinge.

 

Quellen:

Osterwalder/Pigneur (2010): Business Model Canvas

Gassmann / Frankenberger / Csik (2013): St. Galler Magic Triangle


Interesse? Wir unterhalten uns gerne mit Ihnen!
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